Freitag, 23. Juni 2017

Donnerstag, 22. Juni 2017

Parga - Gaios (Paxos)

Nach ausgesprochen ruhiger Nacht, in der Naima in dem super klaren Wasser schwebte, verließen wir das Festland um nach Gaios zu motoren. Der Wind schlief noch und die Sonne brüllte vom Himmel. Die knapp 13 sm waren schnell erledigt und so versuchten wir zuerst die südliche Einfahrt des Hafens zu nehmen. Als das Echolot nur noch 0,20 m unter dem Kiel anzeigte, verließ uns der Mut und wir drehten ab um die nördliche Einfahrt zu nutzen. Dort konnten wir einen ausgesprochen ruhigen Anlegeplatz erhaschen. Weit vom Trubel der Tavernen entfernt, konnten wir am Abend das Gebrüll der Grillen genießen. Da wir glaubten, Gaios sei größer, packten wir unsere Fahrräder aus um den Ort zu besichtigen. Die Rundfahrt durch den touristisch ausgerichteten Ort lohnte und wurde anschließend mit einem teuren Bier belohnt. Die Tavernen sind fast alle sehr edel und somit etwas teurer. Ein Vorgeschmack auf das was uns im Norden erwartet? Auch hier mussten wir dringend in das klare Wasser zum Baden. Die Fische fanden uns nur interessant und blieben in greifbarer Nähe. Eine weitere Abkühlung im Aquarium. Echt toll.

Mittwoch, 21. Juni 2017

Lygia - Two Rock Bay - Parga

Das griechische Festland hat schon einiges zu bieten. Man segelt, sofern Wind ist, an krassen Landformationen vorbei. Ein Berg hinter und neben dem Nächsten. Die Buchten laden zum Verweilen. Also sind wir auf unserem Weg nach Norden in eine der sagenhaften Bays gefahren und haben dort einen Badestop eingelegt. Two Rock Bay, die Griechen können auch nicht zählen, müsste mindestens three Rock Bay heißen, ist schon ein toller Flecken. Auf sandigen Grund fällt der Anker im glasklaren Wasser. Der Sprung ins Wasser mit Taucherbrille und Schnorcheln lohnt sich sehr. Etliche Fische nutzen Naima als Sonnenschirm. Sie lassen sich auch nicht stören als wir dazu steigen. Baden im Aquarium! Der sandige Grund wechselt mit Seegras. Darüber schwebt Naima. Man kann sich gar nicht satt sehen. Jedoch eigentlich wollten wir nach Parga. Also Anker auf und weiter. Hinter der hohen Mole von Parga finden wir noch einen Platz. Nach einer Verschnaufpause geht es hoch zum Fort aus dem 14. Jahrhundert und anschließend in den Ort dahinter. Echt sportlich! Alles sehr hübsch und touristisch. Der Sonnenuntergang knapp unterhalb des Forts aus der Taverne, mit Blick auf die nach uns gekommenen Boote war echt Kitsch.

Dienstag, 20. Juni 2017

Preveza - Lygia

Nachdem alle täglichen persönlichen Dinge erledigt waren, starteten wir ohne Wind Richtung Lygia, einem kleinen Hafen 14 sm von Preveza entfernt. Als wir aus der Enge kamen, in der sich die alten Römer bekriegt haben, stand uns ein frischer Wind entgegen. Eine Kreuz, (schräg gegen den Wind) folgte und ließ aus den 14 sm Entfernung eine Wegstrecke von 24 sm werden. Die Einfahrt in den Hafen war etwas kompliziert, da neben der Einfahrt umbezeichnete Riffe sind, die wir besser nicht treffen wollten. Also langsam, mit Ausguck auf dem Vorschiff, in den Hafen getastet. Dafür wurden wir mit einem perfekten Hafen und einer guten Taverne belohnt. Der Blick über das Mittelmeer nach Paxos ist betörend. Morgen geht es weiter nach Norden.

Montag, 19. Juni 2017

Öffnung?

Öffnungszeiten sind in Griechenland ein Rätsel! Heute haben wir am Vormittag alles gereinigt! Gina innen, ich außen! Wäsche usw..... In der Marina Preveza ist Wasser inclusive und daher günstig. Nach dieser anstrengenden Tätigkeit musste eine Verschnaufpause her. Nachdem die Sonne tiefer stand, wollten wir mal etwas früher in den Ort. Dieser zeigte sich wie ausgestorben. Montags am Nachmittag hat hier mal wieder alles - bis auf Tavernen und Apotheken und ein Supermarkt, mit reduzierter Mannschaft - alles geschlossen. Die Öffnungszeiten sind in Griechenland lokal geregelt. Auf manchen Inseln ist es der Dienstag Nachmittag, der geschlossen ist usw. Da soll nun jemand schlau werden. Für uns war es jedenfalls ein schneller und kostengünstiger Einkaufstrip. Bis auf Bananen und ein paar Apfelsinen haben wir im Schaufenster zwar alles gesehen - aber ..... eben Griechenland!

Koronisia - Marina Preveza

Nach stürmischer Nacht, versuchte der Wettergott durch Regen das ganze Salz der Gischt, die sich auf unserem Bötchen niedergelassen hat, wieder abzuspülen. Er schaffte es jedoch nur bedingt, da er nicht genug Regen spendierte. Danach blies der Wind leicht in Richtung Preveza. Also beschlossen wir, uns dahin zurück treiben zu lassen. Man stellte uns in der Marina Preveza eine Mooringleine zur Verfügung, sodass wir wohl erst nach einem weiteren Tag nach Ligia weiter segeln werden.
Delfine ließen sich leider nicht erneut sehen, aber plötzlich gab es mitten auf See ein Geräusch, dass wie Husten klang. Eine Schildkröte hatte offensichtlich Luft geholt und zu viel Wasser mit eingeatmet. Als wir zu ihr sahen, entschwand sie bereits wieder in die Tiefen.

Samstag, 17. Juni 2017

Besuch bei Schildkröten, Delfinen, Pelikanen und Silberreihern, Preveza - Koronisia

Der Abend in der alten Stadt Preveza war hinreißend. Wie so häufig waren die kleinen Geschäfte nach Themen sortiert. Zumindest waren die Tavernen alle in einer engen Gasse nebeneinander. In einer Taverne wurde deutsch gesprochen und griechisch gekocht. Eine optimale Lösung. Nach ruhiger Nacht sind wir dann heute in den Ambrakischen Golf nach Koronisia gesegelt. Vor dem Hafen, mit einer Tiefe von 2 m liegen kleine Inseln, mit geringen Wassertiefen und Sandboden. Offensichtlich lieben das Delfine, Schildkröten, Pelikane und Silberreiher. Bereits nach kurzer Zeit im Golf schaute eine Schildkröte nach uns und tauchte grußlos wieder ab. Kurz vor den Inseln entschieden wir uns doch gleich in den kleinen Hafen zu fahren. Das hat eine Gruppe von Delfinen veranlasst bei uns wenigstens mal Hallo zu sagen und zu zeigen, das ein Boot mit 5 kn Geschwindigkeit viel langsamer ist als so ein Delfin. Gleichzeitig fliegen drei Pelikane an uns vorbei und zeigen, dass sie bei Bedarf noch schneller sind
Im Hafen konnten wir unmittelbar nach der Einfahrt fest machen. Der Wind legte kräftig zu und wir lagen dort sicher wie in Abrahams Schoß. Es stellte sich heraus, dass der Hafen von vielen Deutschen Seglern besucht ist, die am Abend die Hafentaverne von Michael okkupieren. Michael ist ein Grieche, der lange Zeit in Bayreuth gelebt hat und fließend deutsch spricht. Der muss einfach unterstützt werden! Er soll aber auch toll kochen!
Kurz vor dem Abendessen besucht uns eine Schildkröte, schaut sich im Vorhafen um und taucht dann wieder aus dem Hafen. Eigentlich doch ganz nett diese Schildis.

Freitag, 16. Juni 2017

Nydri - Marina Preveza

Der Steg von Skorpios-Charter musste heute geräumt werden, da 11 Charterboote kommen und die Besatzungen wechseln. Wir hatten dort eine gute Zeit, da alle Mängel an den Maschinen (Naima und Beibootaußenborder) behoben wurden und wir tatsächlich den Verursacher unserer regelmäßigen Pfütze in der Bilge gefunden und beseitigt haben. Heute glänzte die Bilge durch Trockenheit! Endlich!
Also haben wir gegen 8.30 Uhr bei Flaute und Sonnenschein Richtung Lefkas-Kanal abgelegt. Der Wind nahm zu und es zogen Regenwolken auf, die sich alle in kürzester Zeit über uns entluden. Wenn es regnet, dann richtig! Zufällig kamen wir rechtzeitig zur Brückenöffnung am Lefkas-Kanal um 10.00 Uhr an. Kaum waren wir an der Pontonbrücke vorbei, hatten wir wieder Sonnenschein und Wind, der uns bis zur Einfahrt nach Preveza schob. In der Marina Preveza wurde uns ein Platz zugewiesen, den wir jedoch morgen wieder räumen müssen, da mal wieder Chartercrews wechseln wollen. Für uns kein Problem, da wir morgen in den Ambrakischen Golf herein wollen. Hier soll es sauberes Wasser, Delfine und Schildkröten geben. Vielleicht besuchen uns ja die Schildis oder Delfis.
Hier hat im Übrigen Oktavian, der spätere römische Kaiser Augustus über Marcus Antonius in einer Seeschlacht 31 v. Chr. gesiegt. Eine der wenigen siegreichen römischen Seeschlachten. Deshalb heißt eine der Marinas am Eingang des Golfes auch Marina Cleopatra.